Frühlingsmärchen

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Über den Initiator

Ich bin im goldenen Oktober 1958 in der (ehemaligen) Bergarbeiter-Stadt Gelsenkirchen, genannt "Stadt der tausend Feuer", geboren und aufgewachsen. Natürlich war ich damals großer Fan vom FC Schalke 04. Jürgen Lukowski

Meine Jugend war gezeichnet durch sozialkritische und auch rebellische Momente. Inspiriert durch die Gedanken des Humanismus, kamen bereits in jungen Jahren einige Impulse, im wahrhaft christlichen Sinne etwas Gutes zu tun. Ab 1975 arbeitete ich in der Free International University (FIU), gegründet von dem damals sehr umstrittenen Künstler und Visionär Joseph Beuys ("Jeder Mensch ist ein Künstler"), mit. Den Zugang fand ich durch Johannes Stüttgen, einem Meisterschüler von Beuys, der mein Kunstlehrer wurde und die FIU in Gelsenkirchen leitete.

Im Rahmen der FIU sprachen wir u.a. über das Menschenbild, den Kunstbegriff im erweiterten Sinne, stellten  Fragen nach Alternativen jenseits von Kommunismus und Kapitalismus. Viele Aktionen reicherten die spannende Zeit an. Ab 1979 begleiteten wir die Gründungsphase der Partei "Die Grünen" in NRW.

1980 schloss sich eine hauptberufliche Tätigkeit im Landesverband der Grünen in Düsseldorf an. Es stand, ausgehend von Beuys' tiefgreifender und essentieller Erkenntnis: "KUNST = KAPITAL", die Vision im Raum, ein "alternatives Unternehmen" zu gründen.

Um dieser Absicht mehr Bodenständigkeit zu verleihen, entschloss ich mich jedoch nach relativ kurzer Zeit zu einem Studium der Wirtschaftwissenschaften. Natürlich war ich während des Studiums heftigen Werte-Konflikten, z.B. bei der Frage des Menschenbildes, ausgesetzt. Durchaus visionär mit meiner These: "ich gehe nicht für Geld arbeiten", wurde ich damals verlacht. Neben der Nationalökonomie, dem Ursprung dieser Wissenschaftsdisziplin, interessierten mich vor allem die Management-Themen (Organisation, Planung, Controlling, Personal, Unternehmensführung, Betriebsinformatik) und der volkswirtschaftliche Bereich.

Nach erfolgreichem Abschluß wechselte ich den Wohnort in das Rhein-Main-Gebiet. Die ca. 25 jährige Berufspraxis in der Industrie (zuletzt Solarenergie) sowie Entwicklungshilfe und Bildung war von vielen äußeren (Konkurse, Verkäufe, etc.), aber auch inneren Krisen begleitet.

Aus der Not heraus kam ich ab 1993 zu dem Gebiet der Humanistischen Psychologie, begann meinen Weg der Persönlichkeits-Entwicklung, besuchte Workshops, spirituelle Schulen, Coaching-Leute, Theater-, Kunst-  und Musik-Kurse, machte Tanzimprovisation und weitere ausdrucksorientierte Seminare. Die Mitgliedschaft in brasilianischen Musik-Gruppen weckte sehr viel Lebensfreude in mir.

In vielen "Szenen" unterwegs, wuchs ca. 2005 bei mir der Wunsch, dass die unterschiedlichen Gruppierungen mehr zusammenfinden sollten. 2009 sprach ich wieder vom "integrativen Brückenbau".

Seit 2008 nunmehr in Landsberg am Lech, einem wunderschönen Städtchen Oberbayerns in der Nähe von München wohnend, wurde ich im Sommer 2010 erneut arbeitslos, bedingt durch den Größenwahnsinn eines Mehrheitsaktionärs.

Meine bisher erfolglose Suche nach einer sinnvollen Tätigkeit führte mich dann zu dem Projekt Frühlingsmärchen, deren zündende Idee ich am 07.08.2011 hatte. Getreu dem Motto: "Alle sagten, das geht nicht, nur einer wusste das nicht und fing einfach an", überlegte ich nicht lange und legte los.

Nun bin ich nicht mehr ohne Arbeit, denn es gibt ja jede Menge für das Frühlingsmärchen zu tun. Einen Finanzgeber, der die Idee und mein Engagement wertschätzt, würde ich mir wünschen.

Nach den Erfahrungen der ersten Wochen bin ich zuversichtlich, dass die Idee des Frühlingsmärchen langsam, behutsam, aber stetig an Gestalt gewinnt.

Meine Aktivitäten, um diesen Traum wahr werden zu lassen, empfinde ich als sehr erfüllend.

Ich bin liebender Vater einer Tochter, geschieden.

Zum Abschluß noch ein Anliegen in eigener Sache:

Da meine berufliche Zukunft bekanntermaßen offen ist, würde ich mich sehr über passende Angebote freuen. Wer kann so "einen wie mich gebrauchen"? Es kann durchaus auch eine sinnvolle Aufgabe sein, in die ich mich erst noch einarbeiten muß.

Landsberg am Lech, im August 2011
Jürgen Lukowski